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Buß- und Verwarngeldangelegenheiten

Neue Software für Buß- und Verwarngeldangelegenheiten der Stadt Leverkusen

Zahlreiche Buß- und Verwarngeldangelegenheiten müssen tagtäglich von der Stadt Leverkusen, Fachbereich Ordnung und Straßenverkehr, verwaltet und bearbeitet werden. Bisher wurde hierfür eine SAP®-basierte Software genutzt. Bereits seit Juli 2021 arbeitet die ivl als Haupt-IT-Dienstleister der Stadt Leverkusen in Zusammenarbeit mit den Projektleitern der Stadt an der Einführung einer neuen Software.

Zukünftig soll für jeden Verfahrensfall ausschließlich eine E-Akte existieren – zur schnelleren und einfacheren Abwicklung der Buß- und Verwarngeldverfahren für alle Beteiligten, inklusive verbesserter Datenqualität. Ab Mitte März 2022 beginnt der Produktivstart. Der ivl-Projektverantwortliche erklärt, was bei der Implementierung der neuen Software besonders wichtig war/ist und welche Vorteile die Stadt Leverkusen langfristig damit erzielt.

Warum war ein Softwarewechsel notwendig?

„Die Wartung der vorhandenen SAP®-basierten Software wurde zum 31.12.2021 vom bisherigen Softwarelieferanten beendet. Aus diesem Grund wurde rechtzeitig ab Juli 2021 gemeinsam mit den Projektleitern der Stadt Leverkusen ein Auswahlprozess für eine neue Anwendung gestartet. Ziel war es, eine moderne Software auszuwählen, die mit verschiedenen Funktionen – wie zum Beispiel der Möglichkeit zahlreicher Schnittstellenanbindungen – sowie einer einfachen Handhabung in der Praxis überzeugt und einen stetigen Ausbau erlaubt.“

Welche Software löst die vorhandene ab und warum?

„Alle gesetzten Anforderungen haben wir in der Software WiNOWiG der Schelhorn OWiG Software GmbH wiedergefunden. Das Unternehmen entwickelt, vertreibt und betreut bereits seit über 35 Jahren Softwarelösungen zur Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten. Das Unternehmen ist durch gute Vernetzung zu Behörden, Anbietern und Dienstleistern in der Lage, die Software schnell an Gesetzesänderungen, neue und veränderte Schnittstellen, neue Produkte anzupassen und entsprechende Versionsupdates zur Verfügung zu stellen. Die Stadt Leverkusen ist dadurch zukunftssicher aufgestellt und auch für die immer komplexer werdenden Aufgaben bestens gerüstet.“

Für welche Fälle wird die Stadt Leverkusen WiNOWiG nutzen?

„Alle Ordnungswidrigkeiten im fließenden sowie ruhenden Verkehr sowie allgemeine Ordnungswidrigkeiten werden in der Software erfasst und bearbeitet. Im Falle der Stadt Leverkusen umfasst das konkret die Aufnahmen der mobilen und stationären Blitzer von Jenoptik wie z. B. auf der Rheinbrücke.

Darüber hinaus werden die Ordnungswidrigkeiten der Dienstkräfte zur Überwachung des ruhenden Verkehrs in WiNOWiG importiert. Auch Importe der Polizei, die Verkehrsvergehen für Leverkusen aufnimmt, können in der Software weiterbearbeitet werden.

Des Weiteren werden allgemeine Ordnungswidrigkeiten wie z. B. Corona-Vergehen (Nicht-Einhaltung der Maskenpflicht o. Ä.) oder fehlender/abgelaufener Personalausweis etc. erfasst.“

Mit welchen Aufgaben war und ist ivl bei der Softwareeinführung betreut?

„Bei einer Softwareeinführung müssen viele Details berücksichtigt werden, damit die Workflows später optimal ablaufen und vor allem nutzerfreundlich und intuitiv umsetzbar sind. Die ivl richtet in Zusammenarbeit mit dem Hersteller und den Projektleitern der Stadt Leverkusen die Software ein und passt sie sowie die Import- und Exportschnittstellen im Detail auf die Anforderungen bzw. Gegebenheiten der Stadt an. Via Schnittstelle werden die Fotos der stationären Geschwindigkeitsüberwachung von Jenoptik in die Software übermittelt und dort ausgewertet. Zudem sind auch alle mobil aufgenommenen Daten per Schnittstelle angebunden. Dies betrifft den Außendienst, der Vergehen im ruhenden Verkehr per iPhone aufnimmt und Bescheide via mobiler Drucker ausdruckt. Im Anschluss fließen die Daten in WiNOWiG ein.

Eine wichtige Komponente im Bereich Drucken ist die Schnittstelle zum gewählten Druckdienstleister, dem Kommunalen Rechenzentrum OWL-IT. Die Druckdaten für alle benötigten Druckunterlagen werden in einem speziellen Format übergeben. Im Kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe wird dann das Druckgeschäft abgewickelt. Bußgeldbescheide enthalten Postzustellungsurkunden. Diese werden im Rahmen des elektronischen Postzustellungsauftrags (ePZA) nach der Zustellung durch die Post eingescannt, wieder in die Software übertragen und anschließend weiterverarbeitet.“ 

Welche Vorteile entstehen durch die neue Software? Können Sie uns einen Ausblick geben?

„Die Umstellung auf WiNOWiG ermöglicht eine echte Effizienzsteigerung bei der Abwicklung eines gesamten Falles, da sämtliche Vorgänge digital ablaufen können – von der Fallerfassung mit allen Unterlagen über die Zusammenarbeit mit Anwaltschaft und Staatsanwaltschaft bis hin zum online ausfüllbaren Anhörungsbogen. Dadurch verbessert sich auch die Datenqualität. Die Software hat den Vorteil, dass sie flexibel erweiterbar ist – und damit auch das Verfahren. Zukünftig sollen weitere Module angeschafft werden, um die Fallbearbeitung noch einfacher zu gestalten. Zum Beispiel sollen Betroffene ihre Bußgelder zukünftig direkt aus ihrem Fall heraus bezahlen können. Mit WiNOWiG ist die Stadt Leverkusen modern und zukunftssicher aufgestellt.“

Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit von ivl und der Stadt Leverkusen?

„Bei Softwareeinführungsprojekten mit Vorreiterfunktion wie diesem, ist eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und allen Dienstleistern besonders wichtig. Zwischen der Stadt Leverkusen und uns sowie auch mit dem Unternehmen Schelhorn besteht eine gute und motivierte Zusammenarbeit.“

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